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Rechtsform wählen: Einzelunternehmen, GbR, GmbH oder UG?

Die Wahl der Rechtsform beeinflusst Haftung, Steuern und Verwaltungsaufwand. Ein neutraler Überblick über die gängigen Formen für Gründer in Deutschland.

6 Min. Lesezeit

Warum die Rechtsform entscheidend ist

Die Rechtsform Ihres Unternehmens bestimmt, wie viel Kapital Sie einbringen müssen, wer haftet, wie Sie besteuert werden und wie viel Verwaltungsaufwand auf Sie zukommt. Eine sorgfältige Entscheidung spart später Kosten und Ärger.

Die „richtige" Rechtsform gibt es nicht – es gibt nur die passende für Ihr Vorhaben.

Die gängigen Rechtsformen im Vergleich

Einzelunternehmen

Die einfachste Form: Sie gründen allein, ohne Mindestkapital. Sie haften jedoch mit dem gesamten Privatvermögen. Geeignet für kleine, risikoarme Vorhaben und Freiberufler.

GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts)

Wenn Sie mit mehreren gründen, entsteht automatisch eine GbR. Einfach, flexibel, aber alle Gesellschafter haften persönlich und solidarisch. Gut für die Startphase.

GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung)

Die GmbH beschränkt die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen. Voraussetzung: 25.000 € Stammkapital (davon mind. die Hälfte bei Gründung). Sie ist rechtsfähig, wirkt professionell nach außen und ist gut für kapitalintensive oder risikoreichere Vorhaben.

UG (haftungsbeschränkt)

Die „Mini-GmbH" funktioniert wie eine GmbH, kommt aber mit 1 € Stammkapital aus. Ideal für Gründer mit wenig Eigenkapital, die trotzdem Haftungsbeschränkung wollen. Bedingung: 25 % des Jahresgewinns müssen als Rücklage einbehalten werden.

Worauf es ankommt

  • Haftung: Wie hoch ist Ihr persönliche Risiko?
  • Kapital: Wie viel Eigenkapital steht zur Verfügung?
  • Steuern: Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer oder Einkommensteuer?
  • Verwaltung: Notar, Handelsregister, Jahresabschluss – was ist zumutbar?
  • Wachstum: Sollen später Investoren einsteigen?

Empfehlung

In der frühen Phase reicht oft ein Einzelunternehmen oder eine GbR. Sobald Risiken wachsen oder Investoren einsteigen, ist der Schritt zu GmbH oder UG sinnvoll. Lassen Sie Ihre Wahl vor der Gründung von einer fachkundigen Stelle prüfen.

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