Gründer-WikiVersicherung

Krankenversicherung für Selbstständige

Als Gründer:in müssen Sie sich selbst um die Krankenversicherung kümmern. Gesetzlich oder privat – die wichtigsten Entscheidungskriterien.

5 Min. Lesezeit

Pflicht zur Versicherung

In Deutschland herrscht Versicherungspflicht. Als Selbstständige:r müssen Sie sich entweder gesetzlich oder privat krankenversichern. Eine Ausnahme gibt es nicht.

Die Entscheidung gesetzlich vs. privat ist oft langfristig und sollte gut überlegt sein.

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

  • Beitrag: ca. 14,6 % + Zusatzbeitrag vom Einkommen, mit Mindest- und Höchstbeitrag.
  • Vorteile: Familie kostenlos mitversichert, einfache Abrechnung, kein Risiko bei Vorerkrankungen.
  • Nachteil: Höhere Beiträge bei steigendem Gewinn.

Private Krankenversicherung (PKV)

  • Beitrag: Risikobasierter Beitrag, unabhängig vom Einkommen.
  • Vorteile: Oft günstiger bei hohem Gewinn, individuelle Leistungen, Wahlärzte.
  • Nachteile: Gesundheitsprüfung, Alterungsrückstellungen, meist nur für bestimmte Gruppen zugelassen.

Wer darf privat?

Gründer:innen können direkt in die PKV, wenn sie nachweisen, dass ihr Einkommen dauerhaft über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Sonst bleibt der Weg über die GKV.

Empfehlung

  • Startphase mit unsicherem Einkommen: GKV ist oft die sicherere Wahl.
  • Hohe, stabile Gewinne & junge Gründer:innen: PKV kann attraktiv sein.
  • Familie: GKV mit kostenloser Familienversicherung prüfen.

Lassen Sie sich unabhängig beraten – viele Berater:innen vertreten nur eine Seite.

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